Montag, 06 Oktober 2014 15:43

HSG I: Lollar geht am Ende die Luft aus

hsgiLollar. Das Derby zwischen dem Bezirksoberliga-Aufsteiger HSG Lollar/Ruttershausen und dem Meisterschaftsfavoriten HSG Wettenberg II geriet am Ende zu einer nervenaufreibenden Begegnung. Am Ende verloren die Schützlinge von Clemens Bukschat nach einer wahren Achterbahnfahrt  hauchdünn mit 26:28 (10:16).

Schlussendlich entschieden die größeren Kraftreserven auf Seiten der Gäste die Partie, denn Lollar, das ohne Tristan Voss auskommen musste, war am Ende stehend K.O. und vermochte dem Endspurt der Wettenberger nichts mehr entgegenzusetzen. In den mehr als 45 Minuten davor sah das Bild allerdings anders aus, denn dort dominierte der Aufsteiger den Landesliga-Unterbau und führte gar zweimal mit sechs Toren Unterschied (16:10, 30./23:17, 44.). Zu Beginn indes schien noch alles für den letztjährigen Tabellendritten zu laufen, denn nach dem anfänglichen Abtasten und dem Auslassen einiger Chancen hüben wie drüben setzte sich die Fähler-Truppe mit 3:1 in Front. Lollar/Ruttershausen konterte im wahrsten Sinne des Wortes mit einem 6:0-Lauf und übernahm die Initiative, in der schnellen und offensiv ausgerichteten Begegnung. Wettenberg kämpfte aber weiterhin verbissen um den Anschluss und verblieb so lange auf Schlagdistanz, ehe Lollar zum zweiten Zwischenspurt ansetzte und sich vom 9:7 (18.) auf 14:8 (26.) absetzte und diesen Vorsprung bis zum 16:10-Halbzeitstand hielt.

Dass sich der Meister der Saison 2012/13 nicht so einfach aufgeben würde, war allen Beteiligten klar und so versprach auch Halbzeit zwei spannendes Lokalkolorit. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht, denn den besseren Start legten die Gäste hin, die umgehend auf 15:17 (35.) verkürzten. Somit war die Partie zumindest bis zum 19:17 wieder ausgeglichen, ehe Lollar eine Schwächephase der Gäste nutzte und wieder auf sechs Tore davonzog (23:17, 45.). Eine Führung, die eigentlich Ruhe und Sicherheit geben sollte. Doch auf Lollarer Seite schwanden die Kräfte von Minute zu Minute mehr. 3:11 Tore aus der Schlussviertelstunde sprechen eine deutliche Sprache. Hier rächte es sich, dass Lollar nur punktuell gewechselt und Wettenberg in punkto Wechsel flexibler agiert hatte. So wurden die Hausherren am Ende von der zweiten Welle der Fähler-Schützlinge überrollt und ließen in den letzten 40 Sekunden (26:27) selbst noch überhastet die Chance auf den Ausgleich liegen. So blieb am Ende nur die Erkenntnis, dass man über weite Strecken sehr gut mit einem Meisterschaftsfavoriten mithalten konnte, für mehr aber doch einen längeren Atem braucht.

Im Stenogramm

HSG Lollar/Ruttershausen: Sack, Anthes; Mühlich, Quell (2), Boos (2), Spieß (8/2), Kludt (2), Piazzolla (7), Bambey, Asboe, Ziehm (2), Albach, Grote, Mainka

HSG Wettenberg: Kemper, Will; M. Schulcz (4/3), T. Schulcz (2), M. Leib (1), Phillip (8), J. Leib (1), Gerisch (1), Jessen, Kreutz (2), Stephan (4), Wingefeld, Witwer (1), Kleinschmidt (4)

Schiedsrichter: Klein/Strassheim

Gelesen 1595 mal Letzte Änderung am Sonntag, 16 November 2014 23:22

Heimspiele

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