Donnerstag, 04 April 2019 13:55

HSG I: Starker Angriff kann Abwehrschwächen nicht kompensieren

Es gab viele Tore zu bestaunen bei der 35:41-Niederlage der HSG I in eigener Halle gegen den TSV Lang-Göns. Für Freunde einer attraktiven und konsequenten Abwehrarbeit war es jedoch ein gebrauchter Tag, da beide Reihen sich hinten nicht sattelfest präsentierten.
„Es ist eine verdiente Niederlage und schaut man auf die Tabelle oder die generelle Lage, ist es natürlich eine schmerzliche Pleite. Insgesamt ist es aber verschmerzbar, da wir uns bewusst sind, gegen welchen Gegner wir gespielt haben“, so die grobe Zusammenfassung von HSG-Trainer Sören Asboe. Dieser durfte einen „Sahnestart“ seiner Schützlinge beäugen, die in der sechsten Minute durch einen Strafwurf von Marlon los Santos mit 5:1 in Führung gingen. Personell als klarer Außenseiter in die Partie gegangen, konnten die Gastgeber die Führung bis zum 9:8 (12.Minute) halten, ehe die beiden Ex-HSGler Tristan Voss und Philipp Engel ihre Farben zum ersten Mal in Front brachten. Die Gäste hielten das Tempo hoch und kamen so über die schnelle Mitte, 2.Welle oder den Gegenstoß zu einfachen Toren. Hinzu kam, dass die individuelle Klasse immer wieder hervorblitzte und besonders stach im ersten Durchgang Robin Jänicke mit sechs Treffern heraus. Früh war für den außenstehenden Beobachter zu erkennen, dass dieses Spiel nicht in die Annalen der größten „Handballabwehrschlachten“ eingehen wird. Beide Deckungsreihen kassierten teilweise viel zu einfache Treffer und auch die Torhüter konnte lediglich selten glänzen. Da beide Mannschaften mit offenem Visier agierten, ging es mit einem 20:20 in die Kabine, was in dieser Saison bei manchen Partien fast schon als Endergebnis fungierte.
Nach dem Seitenwechsel sollte sich das Bild nicht ändern. Vorne ging das muntere Scheibenschießen weiter, währen in der Deckung „Tag der offenen Tür“ war. Durch diese gingen die Gäste aus Lang-Göns jedoch häufiger und enteilten in der 42. Minute auf 28:24. HSG-Übungsleiter Sören Asboe reagierte mit einer berechtigten Auszeit. Erhebliche Änderungen sollten sich jedoch nicht einstellen, zumal der Abstand nicht verringert werden konnte, sodass die HSG I in der Schlussphase ihre Abwehr komplett mit einer 3:3-Deckung öffnete. Aufgrund der hohen individuellen Klasse der Gäste brachte diese Abwehrvariante nicht den erhofften Erfolg, sodass am Ende eine 35:41-Niederlage für die HSG l aufleuchtete. „Insgesamt haben wir einfach zu viele Tore gefangen. Wir konnten dem hohen Tempo von Lang-Göns irgendwann nicht mehr Schritt halten, was aber auch etwas mit der Qualität von Lang-Göns zu tun hat. Unsere Angriffsleistung war schlüssig und bis zur 53. Minute hatte ich das Gefühl, dass noch nichts entschieden ist. Dann mussten wir aber aufmachen und verlieren in der Endabrechnung ein wenig zu hoch. Natürlich muss man unsere Abwehrleistung kritisieren, aber man weiß auch, gegen welchen Gegner wir gespielt haben“, resümierte Sören Asboe.
HSG I: Dud, Brücher; Schwellnus, Mühlich (3), Semmelroth (5), Graf, Schlapp, Grote, Los Santos (7/1), Ziehm (10/2), Jung (2), Schuchmann (4), Janecic (4).
Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Erdönmez/Werner – Zeitsrafen: 6:6 in Minuten – Strafwürfe: 4/3 : 4/4.
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